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Kirche Langenlipsdorf

Vorschaubild

Spätromanischer Feldsteinbau mit eingezogenem Chor und Apsis aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Durch neugotischen Westturm und hohe Spitzbogenfenster umfassend verändert 1882-1884. Altaraufsatz (ursprünglich Kanzelaltar) mit seitlichen Durchgängen von 1714/1715. Kanzel mit Gemälden der 4 Evangelisten (1723). Westempore mit Orgel (1883 G.A.Friedrich aus Wittenberg) und Gestühl 19. Jh. Taufengel von 1713, Gemälde mit Anbetung des Kindes 18. Jh. Ganzfiguriges Pfarrerbildnis 1740. Das Gemälde vom Hauptmann zu Kapernaum vor Christus (17.Jhd) gehörte ursprünglich zum Kanzelaltar (Tür).

 

Kirchengeschichte:
  • Anfang des 13.Jh. spätromanischer Feldsteinbau mit eingezogenem Chor und Apsis und ursprünglich eingebautem Turm
  • 1227 erste urkundliche Erwähnung von Kirche, Gemeinde und dem kath.Pfarrer Arnold
  • 1547 Simon Morgenstern wird erster evang. Pfarrer in Langenlipsdorf
  • 1577 wird im Westteil der Kirche ein ins Schiffsdach eingebundener, auf Pfeilern und Bögen ruhender Turm errichtet
  • 1667 Instandsetzung nach Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges
  • 1714 Reparatur und Umgestaltung mit Vergrößerung der Fenster und Aufstellung eines neuen barocken Altares
  • 1771 Reparatur des Turmes
  • 1882/83 umfassende Renovierung der Kirche, dabei am 23.06.1882 Einsturz des eben errichteten Kirchturmes
  • 1967/69 Innenrenovierung der Kirche
  • 1975 Kreuz und Knopf auf dem Kirchturm werden ausgewechselt
  • 1995 Kirchendach neu eingedeckt und Fassade verfugt
  • 1998 Innenanstrich erneuert

 

Geschichte des Dorfes:
  • 1227 wird Langenlipsdorf erstmals durch den Namen des Pfarrers „Arnoldus de Lubistorp", im Ortsnamen ist ein slawischer Personennamen enthalten
  • seit 1368 ist der Zusatz „lang" zur Unterscheidung von Kurzlipsdorf nachweisbar
  • 1577 wütete die Pest und vertrieb die Überlebenden auf die „Höhenzüge" nach Körbitz
  • Herrschaftswechsel im Dreißigjährigen Krieg: aus dem erzbischöflich - magdeburg. Besitz an Kursachsen,
  • 1661 an Weißenfels - Querfurter Nebenlinie des sächs. Kurfürsten
  • mehrere Brände vernichten Teile des Dorfes, besonders dem Brand von 1875 fiel der gesamte westl. Teil des Dorfes zum Opfer
  • Entwicklung und Bevölkerungszunahme durch Lage an Eisenbahnlinie sowie ertragreiche Landwirtschaft
  • heute gehört das Dorf zur Kommunalgemeinde Niedergörsdorf

 

 

Anreise/Karte

Kirchenschlüssel bei Fam. Hoyer (Dorfstr. 20) od. Fam. John (Dorfstr. 57b)